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Frankreich

Warum ist Rotwein eigentlich rot?

— Was die Maische mit dem Wein macht

Beim Rosé geben die roten Schalen nur während des Pressens etwas Farbe an den Saft ab. Beim Merlot bilden Saft, Schalen und Kerne die Maische und vergären gemeinsam. So gelangen deutlich mehr Farbe und Gerbstoffe in den Wein.

Die beiden Weine

La Marouette Rosé

La Marouette Rosé

Grenache · IGP Pays d'Oc · rosé, trocken
Duft & Geschmack: Leuchtendes Lachsrosa; Himbeere, Johannisbeere und weiße Blüten. Saftig, frisch, mit schöner Länge.
Machart: Nachts gelesen, schonend direkt gepresst und kühl im Stahltank vergoren.
Das Besondere: Grenache reift spät und kommt mit Hitze gut zurecht. Im Süden Frankreichs gehört sie deshalb zu den verlässlichsten Sorten.
0,75 l · 12,5 % vol · am besten bei 8–10 °C
La Marouette Rouge

La Marouette Rouge

Merlot · IGP Pays d'Oc · rot, trocken
Duft & Geschmack: Tiefes Rot; Pflaume und Kirsche, dazu feine Würze. Samtig und vollmundig.
Machart: Die Beeren werden von den Stielen getrennt, leicht angequetscht und zunächst kühl stehen gelassen. Danach gärt die Maische; erst anschließend wird gepresst und der Wein im Stahltank ausgebaut.
Das Besondere: Der Name Merlot leitet sich vermutlich vom französischen Wort „merle“ für Amsel ab, wohl wegen der blauschwarzen Farbe der Beeren.
0,75 l · 13,5 % vol · am besten bei 16–18 °C

Zum Probieren: Schritt für Schritt

1
Anschauen: Beide Gläser gegen das Licht halten und Lachsrosa mit Tiefrot vergleichen.
2
Den Rosé probieren: Zeigen sich Himbeere, Johannisbeere und weiße Blüten?
3
Den Merlot probieren: Finden sich Pflaume und Kirsche wieder? Wirkt der Merlot am Gaumen griffiger oder leicht pelzig?
Dazu passt: La Marouette Rosé: Salate, Grillgemüse und Aperitif. La Marouette Rouge: Pasta, Ofengemüse, Gegrilltes, milder Käse.

Zum Verstehen: Was sich im Glas verändert

Im Glas wird der Unterschied besonders deutlich: Der Rosé wirkt leicht und frisch, der Merlot kräftiger und griffiger. Die Gerbstoffe aus Schalen und Kernen geben ihm Struktur und können sich am Gaumen leicht pelzig anfühlen. Auch bei der Reifung spielen sie eine Rolle.

Wer dahinter steht

Jacques Frelin Vignobles, Languedoc

Jacques Frelin gründete das Weingut 1983 und gehörte später zu den Gründungswinzern der Millésime Bio. Bereits sein Vater Claude arbeitete in den 1960er-Jahren nach biologischen Grundsätzen. Heute führt Carole Frelin das Unternehmen in dritter Generation. Der Name „La Marouette“ bezieht sich auf das Tüpfelsumpfhuhn; die Weine stammen aus dem Gebiet zwischen Béziers und Nîmes.

Website des Weinguts →

Alle Weine dieser Aktion stammen aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA).